Freitag, 11. Juli 2014

Ho Chi Minh Stadt

Ich habe mich Mittwoch morgen nach dem grandiosen Deutschland Spiel direkt auf den Weg von Phnom Penh nach Ho Chi Minh Stadt und damit auf ins letzte Land meiner Reise, Vietnam gemacht. Die Busfahrt war dank der guten Straßen angenehm zu ertragen. An der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze angekommen, mussten wir alle den Bus verlassen und an der Grenzkontrolle unsere Pässe abgeben. Das Visum für Vietnam muss ja schon im vornherein organisiert werden. Also brav in Reih und Glied aufgestellt und die Prozedur abgewartet. Es wurde einer nach dem anderen aufgerufen. Ein zaghaftes etwas habe ich als meinen Vornamen wahrgenommen (die Asiaten haben ja bekanntlich so ihre Probleme mit dem 'R') ich habe lieber nochmal gewartet. Dann kam aber der Nachname "Müller", auf einmal haben die bis dahin ernst dreinblickenden Grenzleute angefangen zu Feiern und "Müller,  Müller.. Thomas Müller" zu rufen, da dachte ich mir, ok die haben wohl gestern auch Fußball geschaut. In Ho Chi Minh habe ich mir ein Hostel im Backpacker Viertel gesucht und dort meine nächsten Tage geplant.
Ich wollte am nächsten Morgen ins War Remnants Museum,  doch macht scheinbar ganz Saigon von 11-13 Uhr Mittagspause. Also musste ich umplanen und habe mir erst ein paar Sehenswürdigkeiten wie den Reunification Palace, das alte Postamt von Saigon, die Oper und die Saigon-Notre Dame Kirche angesehen. Alles von außen, da wirklich alles zu dieser Zeit geschlossen war. Zum Abschluß bin ich noch auf den Bitexo Tower, dem höchsten Gebäude in Ho Chi Minh und habe die Aussicht auf diese riesen Stadt im 49. Stock genossen.
Dann war der halbe Tag auch schon rum und ich bin doch noch ins War Remnants Museum gekommen. Das ist ein Museum über den Vietnamkrieg (Vor-)geschichte, Ablauf und Auswirkung bis heute. Zum Beispiel vom Agent Orange. Nach dem Cope Center in Vientiane, den Killing Fields und Tuol Sleng Gefängnis in Phnom Penh wieder zum Teil erschreckend, verstörende Erkenntnisse über die Vergangenheit eines asiatischen Landes.. Einige Bilder von von Bomben zerfetzten Körpern, oder durch die Nachwirkungen von dem versprühtem Gift miss gebildete Menschen haben, veranlassen wirklich zum Nachdenken wie eine Nation so etwas zulassen kann.
Heute morgen habe ich eine Tour zu den Cu Chi Tunnel unternommen, ein Tunnelsystem von bis zu 200km mit bis zu drei Ebenen in verschiedenen tiefen, in denen sich die Vietcong im Vietnamkrieg versteckten. Der Führer, hatte selbst im Krieg gekämpft und konnte die Szenerie sehr gut rüber bringen, es gab verschiedenste Fallen zur Abwehr und Eingänge in die Tunnel sehen. Das in dem Gebiet permanent Schüsse zu hören waren, machte das ganze noch realistischer. (Das Lag daran, dass man hier Waffen aus dem Krieg an einem Schießstand abfeuern konnte, was ich persönlich nicht angebracht fand) Zum Abschluss der Führung konnte man noch in das Tunnelsystem hinein, 1x0,6m sind wirklich sehr klein. Zu Zeiten des Krieges waren dort sogar Lazarette untergebracht,  kaum vorstellbar.
Für mich war es das auch schon mit Ho Chi Minh Stadt und ich mache mich morgen auf den Weg Richtung Norden.
Bis dahin.
Grüße an alle, Roland!
Park
Reunification Palace
Notre Damme
Bitexo Tower in Lotus Form
Opera
Extrem schöner Mensch auf dem Bitexo Tower
Geniale Aussicht
Geniale Aussicht 2
Falle
Im Tunnel
Es war wirklich eng
Tunnel Ausgang
Tunnel Ausgang

Samstag, 5. Juli 2014

Kambodscha

Nach langer Zeit wieder mal ein kurzes Update hier. Wir geben unser bestes den Blog Up to Date zu halten, doch manchmal ist einfach keine Zeit oder kein Internet vorhanden.
Kambodscha ist nun nach knapp zwei Wochen auch schon so gut wie vorbei.
Wir haben ein paar Tage in Siem Reap verbracht und dort die Tempelanlagen von Angkor angesehen. Vom Gelände her riesengroß und beeindruckend, doch denke ich kann man die Tempel Besichtigungen mit diesem Highlight nun abschließen. Wir haben uns entschlossen das ganze etwas sportlich anzugehen und sind mit dem Fahrrad gefahren. Einen Tag 20km, den anderen Tag 40km und selbst bei diesen Distanzen hat man erst einen Bruchteil des Geländes gesehen. An sich waren die Anlagen für mich persönlich nicht so spannend, wenn man sich allerdings vor Augen führt,  wie dort vor ewiger Zeit das Leben blühte war das doch schön gesehen zu haben. Viele Tempel werden restauriert und pausenlos wieder aufgebaut, den Tha Prohm Tempel lassen sie allerdings im Urzustand. Wir sind dann weiter nach Phnom Penh, die Hauptstadt von Kambodscha und haben hier zwei Tage mit der Besichtigung des Tuol Sleng Gefängnisses ein bisschen Sightseeing und der Besichtigung des Königspalast und des Nationalmuseums verbracht. Gerade das Tuol Sleng Gefängnis hat wieder aufgezeigt was dieses Land in den Zeiten der roten Khmer durchmachen musste, von Stadt Räumungen bis hin zu grausamen Massenmorden.. Nachdem wir noch ein paar Tage an der Westküste verbracht haben, haben wir uns entschieden getrennte Wege zu gehen. Da ich (Roland) jetzt noch einen Monat habe und Max noch ein bisschen länger Zeit hat bis er nach Deutschland muss. Also werden wir jetzt getrennt Posten und vielleicht kommt dadurch nochmal Schwung in den Blog ;)
Ich bin jetzt in Phnom Penh und besorge mir mein Visum für Vietnam (das einzige Visum, das im vornherein beantragt werden muss) und mache mich dann die Tage auf nach Ho-Chi-Minh Stadt.
Die letzten Tage habe ich noch den verschollenen Linh wieder getroffen, sind gemeinsam auf einer Kambodschanischen Hochzeit gewesen und hatten viele Erfahrungen auszutauschen..

Mittwoch, 25. Juni 2014

Laos die zweite und letzte

Wir hatten vor drei Tage in der Hauptstadt von Laos, Vientiane zu bleiben. Daraus wurden dann spontan sieben Tage. Vientiane ist mit Sicherheit eine der entspanntesten der südostasiatischen Hauptstädte überhaupt. Hier ist alles noch ein bisschen kleiner und geht gemächlicher vor sich hin. Die Stadt hat für eine Hauptstadt, mit 600.000, recht wenige Einwohner.  Wir haben den laoten beim allabendlichen Aerobic an der Strandpromenade zugesehen,  mal ein bisschen selbst Sport gemacht, haben einen Buddha Park besucht und im Cope-Center etwas über die traurige Geschichte des Landes gelernt.
Mich persönlich hat das Cope-Center am meisten 'beeindruckt' hier werden Prothesen und Orthesen für Laoten hergestellt. Da die Vietnamesen  im Vietnamkrieg den Ho-Chi-Minh Pfad Richtung Westen nach Laos verlegt haben wurde Laos über 8 Jahre von den Amerikanern mit 270.000.000 Bomben beworfen. Das heißt alle 8 Minuten ist in diesen 8 Jahren ein Bombenangriff auf Laos gestartet und das obwohl Laos als neutral angesehen wurde und nie eine Kriegserklärung der Amerikaner erhalten hat! Heute liegen noch circa 30% der Bomben als Blindgänger in Laos, diese werden von Kindern, mit der Hoffnung des weiterverkaufens vom Metall, gesucht und leider kommt es hier noch häufig zu Todesfällen oder Verstümmelungen.
Trotz dieser traurigen Vergangenheit sind die Laoten, abgesehen von den im Transportwesen beschäftigten, so positive und lebensfrohe Menschen. Neben den Landschaften und den Menschen bisher das beeindruckendste Land.
Wir haben uns dann Donnerstag wieder in einem gemütlichen Nachtbus Richtung Süden nach Si Phan Don, den 4000 Inseln aufgemacht. Die Fahrt war im Schlafwagen ganz okay. Die 4000 Inseln sind ein schönes Naturschauspiel, indem sich der Mekong aufspaltet und so viele kleine und größere Inseln entstehen. Die Inseln erreicht man nur per Boot und selbst auf den Inseln sind Wasserbüffel und Tiere zu finden. Es gibt schöne Wasserfälle,  doch nach den Kuangsi in Luang Prabang waren wir da nicht mehr so heiß drauf und da das Publikum wieder in anderen Sphären geschwebt ist, haben wir uns entschieden nur einen Tag dort zu bleiben und am nächsten morgen die acht Stunden nach Siem Reap in Kambodscha in Angriff nehmen. Acht Stunden, für ca. 250 km, jaja.. ;)
Guten Mutes sind wir am nächsten morgen noch relativ geschmeidig über die Grenze gekommen, nachdem 30$ für das Visum gezahlt und unserer Temperatur gemessen wurde. Dann jedoch ging der Trip los, wir sind erst einmal komplett in die falsche Richtung gefahren, haben dann in Phnom Penh den Bus gewechselt und sind wieder zurück Richtung Siem Reap gefahren. Bis Phnom Penh waren es wohl schon 11 Stunden.. Aus den Versprochenen 4 Stunden bis Siem Reap wurden dann nochmal 8.
Nachdem wir dann nicht wie geplant nach acht Stunden, sondern 19 Stunden in Siem Reap angekommen sind und uns dann noch die wiederum netten TukTuk Fahrer überall hinbringen wollten nur nicht in eine Sports Bar, haben wir das mit unserer deutschen Gelassenheit gelöst und dem Tuki klargemacht, dass schon die Schlussphase des Deutschland Spiels läuft und wir da dringend hinwollen.
Vor lauter Schreck oder wie auch immer hat's ihn dann beim fahren auch noch vom TukTuk gelegt.. Wir waren dann nicht wie geplant um 20 Uhr, sondern um 4.30 Uhr in Siem Reap und als hätte der Tag nicht schon genug Überraschungen gehabt kamen uns im traditionell, konservativen Kambodscha zwei englisch Sprachige Mädels oben ohne entgegen..
Aber ist man nicht für solche Erlebnisse auf Reisen??

           
Presidential Palace

Wat Si Saket
Patuxay der Arc de Triomphé von Laos
Skurrile Skulpturen im Buddha Park
Buddha Park von oben


Aerobic an der Mekong Promenade
Pha That Luang
Night Market
Cope-Center
Cope-Center


4000 Islands
Reisanbau
Selfie Time
Der schöne Max
Laotischer Rasenmäher
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Warten auf den Bus 168
Grenzübergang